Flexible Kabelbinder selbstgemacht

Als Technik-Bastler rechnet man ja nicht unbedingt damit, auf dem Stoffmarkt Holland Material oder Inspirationen zu finden.

Aber weit gefehlt :-)

Im kabelreichen Haushalt sind Kabelbinder aus Klett (oder unschöner: Plastikdraht) stets Mangelware.
Haushalts-Gummiebänder sind auch keine echte Lösung und so drohen die Kabel oft lose herum zu liegen.

Auf dem Stoffmarkt stachen mir gestern farbige, elatische Schnüre ins Auge, die eine prima und kostengünstige Lösung dafür darstellen:

Das Rohmaterial für die selbst gemachten Kabelbinder
Das Rohmaterial für die selbst gemachten Kabelbinder

Zuerst das Band auf die passende Länge schneiden und durch die Feder-Fixierung ziehen
Zuerst das Band auf die passende Länge schneiden und durch die Feder-Fixierung ziehen

Optional: Die Enden der Bänder gegen Ausfransen sichern.
Optional: Die Enden der Bänder gegen Ausfransen sichern.

Fertig ist der flexible Kabelbinder!
Fertig ist der flexible Kabelbinder!

Maker Faire 2013 in Hannover

Die Maker Faire am vergangenen Wochenende in Hannover war – abgesehen von den unmenschlich heißen Temperaturen in der Halle – ein prima Erlebnis. Wenn man mal von den zig Derivaten an 3D-Druckern absieht, gab es für mich viele Anregungen.

Sehr toll fand ich das Hacklace, eine Art digitaler Kettenanhänger. Dieses kann man sich entweder komplett selbst zusammen bauen (die Pläne sind open source) oder für günstige 10 EUR als Bausatz bestellen. Ich habe mir direkt einen der Bausätze gekauft, der sich in 15 Minuten zusammen löten lässt. Ich bin immer noch ganz angetan davon – es ist ein netter Hingucker.

Hacklace
Das Hacklace in Aktion

Neben ganzen Projekten gab es auch einige Stände mit Roh-Materialien. Zwei davon fand ich besonders interessant:

Viel versprechend und preislich auch recht attraktiv sahen die Aluminium Profile „MakerBeam“ aus, wenn man mal einen stabilen Testaufbau zusammen bauen möchte.

MakerBeam Alu Profile
Ein MakerBeam Starter Kit

Ein Schlitten konstruiert aus Alu Profilen mit Kugellagern - MakerBeam Alu Profile
Ein Schlitten konstruiert aus Alu Profilen mit Kugellagern

Ein kompletter Versuchsaufbau mit Alu Profilen - MakerBeam Alu Profile
Ein kompletter Versuchsaufbau mit Alu Profilen

Unschön beim Lasern von dünneren Holzplatten sind oft die rußigen Ränder. Auf einem Stand der Maker Faire wurde das Produkt kraftplex vorgestellt. Die in 1mm und 0.8mm Stärke erhältlichen Platten bestehen aus reiner Holzfaser, bekommen beim Lasern aber keine russigen Ränder. Dazu sind sie noch recht stabil und dennoch flexibel. Ich konnte noch auf der Messe zwei kleine Muster mitnehmen, die bereits viel versprechend sind.

Zum Schluss noch ein paar Impressionen:

Maker Faire 2013 in Hannover

Maker Faire 2013 in Hannover

Maker Faire 2013 in Hannover

Maker Faire 2013 in Hannover

Maker Faire 2013 in Hannover

Maker Faire 2013 in Hannover
Ein Steam-Punk Notebook

Maker Faire 2013 in Hannover

Maker Faire 2013 in Hannover

Maker Faire 2013 in Hannover
Ein Steam-Punk PC

Maker Faire 2013 in Hannover

Neulich im Minion Gen Labor

So sollen die Minions am Ende aussehen
So sollen die Minions am Ende aussehen

Seit mehr als 20 Jahren nicht mehr mit Fimo gebastelt - heute heißt das offenbar Fimo-Soft und schmiert etwas mehr.

How to build a Minion - Das Material bereit machen
Das Material bereit machen

How to build a Minion - Mit einer gelben Bohne beginnt das Lebens des Minions
Mit einer gelben Bohne beginnt das Lebens des Minions

How to build a Minion - Die Seiten der Hose
Die Seiten der Hose

How to build a Minion - Die Vorderseite der Hose
Die Vorderseite der Hose

How to build a Minion - Die Hosenträger
Die Hosenträger

How to build a Minion - Der Brillen-Gurt
Der Brillen-Gurt

How to build a Minion - Die Augen werden vorbereitet...
Die Augen werden vorbereitet...

How to build a Minion - ...und bekommen am Ende eine Brille
...und bekommen am Ende eine Brille

How to build a Minion - Die Augen werden auf den Minion montiert.
Die Augen werden auf den Minion montiert.

How to build a Minion - Minions mit Augen
Minions mit Augen

How to build a Minion - Bisher hatten die Hosen weder Taschen, noch Knöpfe, noch Nähte - doch das ist nun behoben :-)
Bisher hatten die Hosen weder Taschen, noch Knöpfe, noch Nähte - doch das ist nun behoben :-)

How to build a Minion - Zu guter Letzt fehlen nur noch die Haare...
Zu guter Letzt fehlen nur noch die Haare...

How to build a Minion - Jetzt nur noch kurz ab in den Backofen...
Jetzt nur noch kurz ab in den Backofen...

How to build a Minion - ...und schon ist sie fertig, die Armee von Minions!
...und schon ist sie fertig, die Armee von Minions!

Am Ende noch ein paar Impressionen:

How to build a Minion

How to build a Minion

How to build a Minion - Magnetic Minions
Kühlschrank-Magnet Minions

How to build a Minion

Oculus Rift Unboxing / Seekrankheit

Wichtige Dinge benötigen offenbar meist 9 Monate von der Bestellung bis zur Lieferung ;-) Ganz in diesem Sinne ist nun das Development Kit der Oculus Rift Brille endlich eingetroffen.

Oculus Rift - Post aus California
Post aus California

Der Prototyp vom Herbst 2012 war ja noch von duct tape zusammen gehalten worden, aber die technischen Daten und Berichte der „Ausprobierer“ waren so viel versprechend, dass ich direkt das Development Kit bestellt hatte.

Oculus Rift - Alles gut verpackt
Alles gut verpackt

 Die jetzige Qualität und der Lieferumfang sind nun das komplette Gegenteil von duct tape. Vermutlich durch die hohe Anzahl der produzierten Kits konnte das Gerät höchst professionell umgesetzt worden. 

Oculus Rift - Hochwertiger Hartschalenkoffer
Hochwertiger Hartschalenkoffer

Es kommt nun in einem passgenauen Hartschalenkoffer daher und es liegen mehr als genug Standardkabel für HDMI, USB etc. bei.


Tolles Zubehör

Auch die Brille selbst wirkt wie ein fertiges, ladentaugliches Produkt – natürlich bis auf den Aufdruck „Development Kit“ :-)

Oculus Rift - Schaut eher wie ein ladenfertiges Produkt als ein Development Kit aus
Schaut eher wie ein ladenfertiges Produkt als ein Development Kit aus

Erste Eindrücke des mitgelieferten Tuscany-Demo sind beeindruckend immersiv. Zwar fällt die durch die „geringe“ Auflösung von 720p begründete Unschärfe sehr deutlich auf, aber das schwächt das Gefühl „vor Ort“ zu sein nicht besonders. Bei der für 2014 angekündigte Consumer-Version mit full-HD scheint diese Unschärfe ja deutlich geringer zu sein. Die Rift-Roller-Coaster-Demo ist ebenso erstaunlich.

Insgesamt habe ich bei den verfügbaren Demos für mich zwei Kategorien ausgemacht: Diejenigen, welche man sehr lange und beeindruckend real „besuchen“ kann. Und diejenigen, bei denen mir nach recht kurzer Zeit körperlich übel wird. An welchem  Effekt bzw. Unterschied dies liegt, habe ich noch nicht genau fest machen können. Ich tippe auf die Latenz zwischen Kopfbewegung und Bild, das korrekte Rendering eines validen 3D-Bildes und/oder wie stark man durch den Raum bewegt wird, statt eine feste Position zu haben.

Während ich die Tuscany-Demo minutenlang ohne Nachteile verwenden kann, stellt sich beim „Musem of the Microstar“ innerhalb von wenigen Minuten eine spürbare Seekrankheit ein. Beim ersten Mal habe ich das mal tollkühn ignoriert und auf einen Gewöhnungseffekt vertraut. Mit dem unangenehmen Ergebnis, dass mir 10 Minuten später körperlich so übel war, dass mich das noch die folgenden zwei Stunden deutlich verfolgt hat, bis Kopfschmerz und Übelkeit wieder weg waren. Schade eigentlich, denn das „Musem of the Microstar“ Demo ist schon eines der imposanteren.

Oculus Rift - Der Versuch, Museum of the Microstar durch die Brillen-Optik zu fotografieren
Der Versuch, Museum of the Microstar durch die Brillen-Optik zu fotografieren

Anschließend konnte ich schon eine erste eigene Applikation mit der Brille ausprobieren – das Ergebnis ist bereits viel versprechend.

Oculus Rift - Ein erster Blick in FireTouchVR
Ein erster Blick in FireTouchVR

Nach 20 Jahren wieder mit Virtual Reality gestartet

Eigene Hard- und Software für Virtual Reality zu erstellen, begleitet mich bereits seit den 1990er Jahren.

Leider waren während dieser Zeit keine erschwinglichen und dennoch akzeptabel funktionierenden Video-Brillen verfügbar waren. Was ich in die Hände bekommen konnte, war daher entweder selbst konstruiert - oder für zu viel Geld von zu schlechter Qualitität und verfügte über Blickwinkeln von gerade mal 32°.

Selbst konstruierter Virtual Realitiy Helm aus den 1990er Jahren
Mein erster, selbst erstellter VR-Helm mit Handschuh aus den 1990er Jahren. Die Auflösung betrug pro Auge 320x200 Pixel in Farbe - dafür aber bereits in stereoskopischem 3D. Das Headtracking erfolgte per Ultraschall.

Nun scheint mit Oculus Rift endlich der Durchbruch gelungen zu sein. Erfreulicher Weise werden die Developer Kits nun seit letzter Woche ausgeliefert. Mein im Herbst 2012 bestelltes Exemplar sollte ich daher nun hoffentlich bald in den Händen halten können. Mit über 100° Blickwinkel, einem eingebauten Motion-Tracker und einer zeitgemäßen Bildauflösung klingt das alles schon sehr verlockend :-)

Damit ich auch gleich voll loslegen kann, sobald die Oculus Brille eintrifft, bereite ich nun das Körper- und insbesondere Handschuh-Tracking vor.

Als Grundlage dazu dienen eine Kinect und ein Cyberspace-Handschuh aus den 1990er Jahren.

20 Jahre alter Cyberspace Handschuh bekommt neue Elektronik
Die alte und neue Hardware auf einen Blick

Dank des Kinect SDK von Microsoft war es recht einfach, das Körper-Tracking innerhalb weniger Stunden so umzusetzen, dass Kopf- und Hand-Positionen korrekt erkannt und visualisiert werden.

Die Elektronik des Handschuhs ist ebenfalls 20 Jahre alt und misst nur die Krümmung der Finger - nicht aber die Drehung im Raum. Noch dazu ist die Baugröße für heutige Maßstäbe unattraktiv groß.

20 Jahre alte Cyberspace Elektronik
Cyberspace-Elektronik aus den 1990er Jahren - groß und leider nur wenig leistungsfähig

Aktuell ersetze ich daher die Elektronik gegen eine auf Arduino Basis und spendiere dem Ganzen einen 9DOF Lage- und Bewegungssensor. 

Cyberspace Elektronik auf Arduino Basis
Die neue Elektronik im Test-Aufbau. Sieht auf den ersten Blick nicht sonderlich kleiner aus ;-) Aber am fertigen Handschuh selbst befindet sich später nur noch die kleine, rote Platine in der Mitte.

Auch die Messung des Lichtflusses durch die Glasfaser-Optik des Handschuhs kann der Arduino dank seiner analogen Eingänge prima übernehmen.

IR-LEDs zur Messung der Finger-Krümmung eines Cyberspace Glove
Als einzige Bauteile der ursprünglichen Elektronik bleiben die IR-LEDs und IR-Empfangsdioden zur Messung der Glasfaser-Krümmung erhalten.