Oculus Rift Unboxing / Seekrankheit

Wichtige Dinge benötigen offenbar meist 9 Monate von der Bestellung bis zur Lieferung ;-) Ganz in diesem Sinne ist nun das Development Kit der Oculus Rift Brille endlich eingetroffen.

Oculus Rift - Post aus California
Post aus California

Der Prototyp vom Herbst 2012 war ja noch von duct tape zusammen gehalten worden, aber die technischen Daten und Berichte der „Ausprobierer“ waren so viel versprechend, dass ich direkt das Development Kit bestellt hatte.

Oculus Rift - Alles gut verpackt
Alles gut verpackt

 Die jetzige Qualität und der Lieferumfang sind nun das komplette Gegenteil von duct tape. Vermutlich durch die hohe Anzahl der produzierten Kits konnte das Gerät höchst professionell umgesetzt worden. 

Oculus Rift - Hochwertiger Hartschalenkoffer
Hochwertiger Hartschalenkoffer

Es kommt nun in einem passgenauen Hartschalenkoffer daher und es liegen mehr als genug Standardkabel für HDMI, USB etc. bei.


Tolles Zubehör

Auch die Brille selbst wirkt wie ein fertiges, ladentaugliches Produkt – natürlich bis auf den Aufdruck „Development Kit“ :-)

Oculus Rift - Schaut eher wie ein ladenfertiges Produkt als ein Development Kit aus
Schaut eher wie ein ladenfertiges Produkt als ein Development Kit aus

Erste Eindrücke des mitgelieferten Tuscany-Demo sind beeindruckend immersiv. Zwar fällt die durch die „geringe“ Auflösung von 720p begründete Unschärfe sehr deutlich auf, aber das schwächt das Gefühl „vor Ort“ zu sein nicht besonders. Bei der für 2014 angekündigte Consumer-Version mit full-HD scheint diese Unschärfe ja deutlich geringer zu sein. Die Rift-Roller-Coaster-Demo ist ebenso erstaunlich.

Insgesamt habe ich bei den verfügbaren Demos für mich zwei Kategorien ausgemacht: Diejenigen, welche man sehr lange und beeindruckend real „besuchen“ kann. Und diejenigen, bei denen mir nach recht kurzer Zeit körperlich übel wird. An welchem  Effekt bzw. Unterschied dies liegt, habe ich noch nicht genau fest machen können. Ich tippe auf die Latenz zwischen Kopfbewegung und Bild, das korrekte Rendering eines validen 3D-Bildes und/oder wie stark man durch den Raum bewegt wird, statt eine feste Position zu haben.

Während ich die Tuscany-Demo minutenlang ohne Nachteile verwenden kann, stellt sich beim „Musem of the Microstar“ innerhalb von wenigen Minuten eine spürbare Seekrankheit ein. Beim ersten Mal habe ich das mal tollkühn ignoriert und auf einen Gewöhnungseffekt vertraut. Mit dem unangenehmen Ergebnis, dass mir 10 Minuten später körperlich so übel war, dass mich das noch die folgenden zwei Stunden deutlich verfolgt hat, bis Kopfschmerz und Übelkeit wieder weg waren. Schade eigentlich, denn das „Musem of the Microstar“ Demo ist schon eines der imposanteren.

Oculus Rift - Der Versuch, Museum of the Microstar durch die Brillen-Optik zu fotografieren
Der Versuch, Museum of the Microstar durch die Brillen-Optik zu fotografieren

Anschließend konnte ich schon eine erste eigene Applikation mit der Brille ausprobieren – das Ergebnis ist bereits viel versprechend.

Oculus Rift - Ein erster Blick in FireTouchVR
Ein erster Blick in FireTouchVR